Membranpumpen in unterschiedlichen Varianten

Die Membranpumpen sind zur Förderung verschiedenster Medien geeignet und können vielseitig eingesetzt werden. Wählen Sie die passende Pumpe die Ihren individuellen Bedürfnissen entspricht. Sie eignet sich zur Förderung von aggressiven und brennbaren Substanzen, viskosen Flüssigkeiten, auch mit Feststoffanteilen. Der Einsatz ist auch in explosionsgefährdeten Gebieten möglich, da unsere Membranpumpen über eine ATEX Zertifizierung verfügen. Durch ihre vielseitigen Eigenschaften und das hohe Maß an Sicherheit ist die Membranpumpe die ideale Wahl um brennbare Medien zu fördern

Druckluft-Membranpumpen

Schwierige Bedingungen meistern diese „Allrounder“ mühelos. Druckluft-Membranpumpen kommen für den sicheren, leckfreien Transport von Flüssigkeiten zum Einsatz. Auch besondere Applikationen z. B. das Mischen von Farben, das Fördern von zwei verschiedenen Medien oder die Förderung von giftigen bzw. abrasiven Medien, aggressiven Flüssigkeiten, auch mit Feststoffanteilen, sowie Medien mit Gasanteilen bewältigen diese Membranpumpen spielend.

Um Flüssigkeiten aus IBC-Containern, Fässern oder anderen Gebinden zu fördern kommen Druckluft-Membranpumpen vielseitig zum Einsatz. Auch bei schwierigen Rahmenbedingungen, z. B. ohne Zulauf zum Förderorgan und damit der Gefahr des Trockenlaufens, das Fördern über mehrere Etagen oder auch feststoffhaltige bis abrasive Fördergüter mit einem weiten Viskositätenbereich ist man mit einer Druckluft-Membranpumpe „auf der sicheren Seite“.  Diese Pumpen besitzen keine schleifenden Dichtungen und haben generell einen geringen Wartungsanspruch. Dadurch sind sie z. B. zur Förderung von Schlämmen geeignet.

Als Antriebsenergie dient Druckluft. Aufwändige Explosionsschutzmaßnahmen bzw. explosionsgeschützte Elektromotoren sind dadurch überflüssig. Für diesen Einsatzbereich sind unsere Druckluft-Membranpumpen mit entsprechenden ATEX-Zertifizierungen erhältlich. Zudem erlaubt der Druckluftantrieb eine sehr einfache Steuerung: Eine Druckluft-Membranpumpe bleibt  bei der Schließung der Förderleitung einfach stehen und läuft beim Öffnen der Entnahmearmatur sofort wieder an. Die Fördermenge/Förderhöhe lässt sich sehr einfach über die Druckluft-Zufuhr stufenlos regeln.

Die wichtigste Eigenschaft der Druckluft-Membranpumpe ist allerdings die schonende Förderung (welches für empfindliche Güter besonders wichtig ist!). Während in Pumpenlaufrädern von Zentrifugalpumpen in der Regel hohe Scherkräfte auftreten, sind diese bei der Verdrängung durch eine Membran vergleichsweise gering. Ein häufiges Einsatzgebiet ist z. B. die Farben- und Lackindustrie. Hier fördern Druckluft-Membranpumpen empfindliche Lacke und Lösungen.

Hier nochmals die Vorteile der Druckluftmembranpumpen kurz auflistet:

  • Förderung von aggressiven und brennbaren Substanzen, hochviskosen Flüssigkeiten, auch mit Feststoffanteilen sowie Medien mit Gasanteilen
  • Einsatz speziell in explosionsgefährdeten Bereichen möglich (ATEX-Zertifizierung),  da keine Funkenbildung
  • Auch bei hoher Luftfeuchtigkeit sehr gute Betriebssicherheit
  • Einstellbare Fördermenge und Förderhöhe über Luftdruck
  • Selbstansaugung bei Trockenstart
  • Betrieb mit ölfreier Luft möglich
  • Saughöhe bis zu 6 Meter
  • Zwei Medien können gleichzeitig gefördert werden  (Möglichkeit zur Teilung der Kollektoren)
  • Drei Anschlussmöglichkeiten für Saug- und Druckseite
  • Zerstört nicht die chemische Zusammensetzung von empfindlichen Medien
  • Start im Drucklauf möglich
  • Leichter Austausch von Ersatzteilen
  • Einfache Wartung und Reparatur


Eine Druckluftmembranpumpe besteht aus zwei äußeren Pumpenkammern mit je einer flexiblen Membrane. Diese Membranen werden zum Fördern des Mediums genutzt. Denn diese sind über eine druckluftbetriebene Kolbenstange miteinander verbunden und bewegen sich entsprechend der Kolbenstangenstellung simultan zueinander. Druckluft, die hinter der Membrane zugeführt wird, drückt das Medium aus der Kammer in Richtung Druckanschluss. Gleichzeitig wird durch die Anschlusswelle die andere Membran mitgenommen, wodurch die Ansaugung bewirkt wird. Bei Hubende schaltet der genannte Zyklus um. Das Befüllen und Entleeren der Kammern wird über einen Steuerschieber gesteuert.

Unsere Druckluft-Membranpumpen können je nach Anforderung bzw. Fördermedium in unterschiedlichen Werkstoffkombinationen gewählt werden. Die Medium berührenden Bauteile (Gehäuse, Ventile und Membrane) werden auf die optimale Beständigkeit abgestimmt.

Das Umschalten der Kolbenstange wird durch das robuste Luftsteuerventil auch bei schwierigen Bedingungen gewährleistet. Niedrige Frequenzen und hohe Drücke sind für diese Pumpen kein Problem. Das Austauschen des Luftsteuerventils ist einfach, das es nur aus wenigen Bauteilen besteht.

Druckluft-Membranpumpen erzeugen prinzipiell einen oszillierenden Förderstrom. Eine Reduzierung der Oszillation wurde durch entsprechend angeordnete Ventile und Pumpenraumgestaltung bereits erreicht, und kann durch optimale Pulsationsdämpfer weiter verringert werden.

Gehäusewerkstoffe:

Nichtmetall Druckluft-Membranpumpe:
Durch hochmoderne Kunststoffspritzgusstechnologie hergestellt, sind diese Pumpen in Polypropylen für vielfältige Anwendungen und Lösungsmittel verfügbar. Bei größeren Herausforderungen verwendet man die Ausführung in PVDF (Polyvinylidenfluorid).

Metall Druckluft-Membranpumpe:

Die robusten und zuverlässigen Pumpen aus Aluminium und Stahl im Gussverfahren finden ihren Einsatzbereich in den Branchen wie Chemie, Papier, Farben und Lacke, Wasser und Abwasser, Keramik, Bau, Bergbau und Schifffahrt.

Edelstahl Druckluft-Membranpumpe:

Diese Druckluft-Membranpumpen weisen höchste Qualität und perfekte Verarbeitung aus hochwertigem Edelstahl auf. Das Anwendungsgebiet erstreckt sich auf Anwendungen mit Lebensmitteln und der Chemie. Alle Bauteile sind FDA konform und für die Verwendung mit Nahrungsmitteln zugelassen.

Membranwerkstoffe:


Auch bei der Auswahl an Membranen, Ventilsitzen und Ventilkugeln bieten wir unseren Kunden für die unterschiedlichen Pumpengehäuse ein breites Spektrum an. Abgestimmt auf das kundenspezifische Medium werden die Bauteile unserer Pumpen auf Werkstoffverträglichkeit und Einsatzbedingungen geprüft.

PTFE (Polytetrafluorethylen)
Ein glattes Kunststoffmaterial mit einer hohen Temperaturbeständigkeit bis zu 104°C. Dieses Material verfügt über eine ausgezeichnete chemische Beständigkeit und einen geringen Reibungswiderstand. Bei Lebensmitteln und wenn chemische Beständigkeit von hoher Bedeutung ist wird PTFE eingesetzt.
Temperaturbereich: +4°C bis +104°C

NBR (Buna-N®) (Nitrilkautschuk)
Geeignet für Anwendungen mit Ölen, Mineralien, Pflanzenölen und tierischen Ölen. NBR ist widerstandsfähig gegen Deformationen und zeigt gute mechanische Eigenschaften.
Temperaturbereich: -12°C bis +82°C

Neoprene (Chloropren-Kautschuk, auch Polychloropren)

Verwendbar für Alkohol, schwache Säuren und Basen und teilweise Motoröl. Dieses Material ist alterungsbeständig.
Temperatur: bis max. 80 °C

Santoprene® (Vollvernetztes thermoplastisches Elastomer (TPV))
Ein thermoplatisches Elastomere beständig gegen Säuren, ölhaltigen Flüssigkeiten und Fetten.
Temperaturbereich: -28°C bis +104°C

Geolast® (Thermoplastisches Elastomer)

Ist ein thermoplastischer Kautschuk mit erweiterter Widerstandfähigkeit gegen Öl. Wird bei niedrigen und hohen Temperaturen eingesetzt.
Temperatur: bis max. 93 °C

FKM oder Viton® (Fluorelastomere)

Einsetzbar bei hohen Temperaturen bis zu 175 °C und beständig gegen synthetische Hydrauliköle, Getriebeöle und Mineralöle.
Temperaturbereich: -40°C bis +175°C

PUR (Polyurethane)

Besonders geeignet für Anwendungen mit höheren Arbeitsdrücken, aufgrund der hohen mechanischen Belastbarkeit.

Pulsationsdämpfer:


Eine Membranpumpe kann keinen kontinuierlichen Förderstrom erzeugen. Wird allerdings eine sehr exakte Fördergeschwindigkeit und -menge gefordert, so kann ein Pulsationsdämpfer in den Einsatz kommen.

Vorteile:

  • Hoch viskose Medien erhalten eine kontinuierliche Fließgeschwindigkeit
  • Druckstöße in den Anlagen werden gedämpft bzw. vermieden.
  • Die Beanspruchung der Pumpe wird verringert
  • Die Schallemission, von z. B. Dosieranlagen, wird verringert


Innerhalb eines Behälters befindet sich eine Membran, welche ein Mediumvolumen vom Fördermedium abtrennt. Während eines Pumpstoßes wird eine Teilmenge des Fördermediums vom Pulsationsdämpfer aufgenommen und die Gasblase im Pulsationsdämpfer wird komprimiert. Geht der von der Pumpe geförderte Volumenstrom zurück, dehnt sich die Gasblase wieder aus und es wird Medium in das angeschlossene System zurückgegeben.


Druckluft Membranpumpe