| 1. Leckanzeige-Alarm (optisch & akustisch) löst aus |
Ursache: Ein tatsächliches Leck im PE-Innenbehälter hat zum Produktaustritt in den Zwischenraum (Auffangwanne) geführt. Die elektrisch leitende Flüssigkeit (Diesel, Öl) erreicht die Sonde im Zwischenraum und schließt den Stromkreis des Warngerätes, wodurch der Alarm ausgelöst wird. |
Aktion: Tank sofort stilllegen (Pumpen und Befüllen einstellen). Alle Verschlussklappen auf offensichtliche Austritte prüfen. Das gelagerte Medium vollständig und umgehend von einem Fachbetrieb absaugen lassen. Den Hersteller/Lieferanten kontaktieren und einen Sachverständigen zur Leckortung und Reparatur hinzuziehen. |
| 2. Leckanzeige-Alarm ohne sichtbares Ölleck |
Ursache: Eingedrungenes Kondens- oder Regenwasser im Zwischenraum (Auffangwanne). Dies geschieht meist durch undichte, nicht fest verschlossene oder beschädigte Armaturen/Stutzen (z. B. am Domdeckel). Wasser ist leitend und kann den Alarm ebenso auslösen. |
Aktion: Stromzufuhr zum Warngerät trennen. Die Dichtheit der Tanköffnungen und Verschlüsse prüfen und festziehen. Das Wasser im Zwischenraum muss vorsichtig abgesaugt werden, ohne die Lecksonde zu beschädigen. Nach dem Trocknen das Warngerät wieder einschalten und einen Funktionstest durchführen. |
| 3. Leckanzeige (Warngerät) ist stromlos/funktioniert nicht |
Ursache: Unterbrechung der Stromversorgung (z. B. 230 V-Netzstecker gezogen, Sicherung durchgebrannt, oder bei batteriebetriebenen Geräten: Batterie leer). Das Gerät ist im Ruhezustand (kein Alarm) und kann keine Überwachung durchführen. |
Aktion: Netzstecker auf festen Sitz prüfen. Die Sicherung im Warngerät (falls vorhanden) auf Durchgang prüfen und ggf. wechseln. Bei Batteriemodellen die Batterie prüfen und austauschen. Nach Wiederherstellung der Stromversorgung die Prüftaste betätigen, um die Funktionsbereitschaft zu bestätigen. |
| 4. Inhaltsanzeige zeigt konstant "leer" oder "voll" an |
Ursache: Der mechanische Schwimmer- oder Gestängemechanismus ist durch Schlamm, Verharzungen (bei Altöl) oder Schmutz festgeklemmt. Oder der Seilzug ist gerissen. Die Anzeige kann sich physikalisch nicht mehr mit dem Füllstand bewegen. |
Aktion: Tankdeckel öffnen (falls sicher zugänglich). Sichtprüfung des Mechanismus auf Verklemmungen/Risse. Bei Verklemmungen den Mechanismus vorsichtig lösen. Bei Altöltanks kann eine Tankreinigung notwendig sein, um die Ablagerungen zu entfernen. Bei einem gerissenen Seil muss das Messsystem ersetzt werden. |
| 5. Inhaltsanzeige zeigt ungenaue oder springende Werte |
Ursache: Starke Neigung des Tanks (Fundamentproblem), oder der Schwimmer taucht in Verunreinigungen (Wasserschicht oder Bodenschlamm) ein und zeigt dadurch einen falschen Pegel an. Auch externe Vibrationen können zu springenden Werten führen. |
Aktion: Waagerechte Ausrichtung des Tanks prüfen (mit Wasserwaage) und ggf. (nur im leeren Zustand!) korrigieren. Bei vermutetem Schlamm: Entwässerung des Tankbodens oder Tankreinigung durchführen lassen, um die Genauigkeit wiederherzustellen. |
| 6. Pumpe läuft, fördert aber kein Medium (trocken) |
Ursache: Die Pumpe hat Luft gezogen (Vakuumverlust), meist weil der Tank restlos leer gelaufen ist oder durch eine Undichtigkeit an der Saugleitung (z. B. eine lockere Schlauchschelle am Flansch). Die Kreiselpumpe kann kein Vakuum aufbauen. |
Aktion: Pumpe ausschalten. Alle Anschlüsse und Verschraubungen der Saugleitung zwischen Tank und Pumpe auf Dichtheit prüfen und nachziehen. Pumpe entlüften (Priming): Das Saugrohr von der Pumpe lösen, Pumpe kurz laufen lassen, bis Öl austritt, und dann schnell wieder anschließen, um das Vakuum wiederherzustellen. |
| 7. Pumpe fördert nur mit stark reduzierter Leistung |
Ursache: Das Filtersieb am Saugkorb, das Filterelement in der Pumpe oder ein nachgeschalteter Filter ist massiv verstopft durch Schmutzpartikel oder kristalline Ablagerungen (bei Biodiesel). Der Durchflusswiderstand ist zu hoch. |
Aktion: Pumpe ausschalten. Filtergehäuse öffnen und das Filterelement reinigen oder austauschen (Herstellerangaben beachten, ggf. für Diesel/Öl geeignete Filter verwenden). Prüfen, ob der Saugschlauch (ggf. mit Hilfe der Inhaltsanzeige) nicht im Bodenschlamm steckt. |
| 8. Pumpe schaltet nach Zapfen nicht automatisch ab |
Ursache: Defekt oder Verklemmung der automatischen Zapfpistole. Das integrierte Ventil (Automatik) oder die interne Drucksensorik der Pumpe versagt, wodurch der notwendige Druckaufbau zum Abschalten fehlt oder nicht erkannt wird. |
Aktion: Sofort über den Hauptschalter an der Pumpe oder den Sicherungskasten abschalten (kein unkontrolliertes Weiterlaufen riskieren!). Zapfpistole und deren Funktion prüfen. Defekte Automatikpistole austauschen oder auf eine manuelle Pistole wechseln. |
| 9. Wasser im geförderten Diesel/Öl |
Ursache: Kondenswasserbildung im Tank durch Temperaturschwankungen und unvollständige Füllung. Das schwere Wasser setzt sich am Tankboden ab. Bei geringem Füllstand oder tief sitzendem Saugrohr wird das Wasser mit angesaugt. |
Aktion: Regelmäßige Entwässerung des Tankbodens (falls eine Ablassmöglichkeit vorhanden ist). Ansonsten muss das Medium am tiefsten Punkt des Tanks durch eine Absauglanze von einem Entsorgungsfachbetrieb entfernt werden. Bei Diesel ggf. Biozid-Additive zur Vorbeugung von "Diesel-Pest" verwenden. |
| 10. Starker Geruch von Kraftstoff/Öl im Lagerraum |
Ursache: Lockere Anschlüsse oder Dichtungen (z. B. am Pumpenflansch, am Zapfventil oder an den Gewinden der Tankarmaturen). Durch Verdunstung treten Gase und Gerüche aus. |
Aktion: Alle Verschraubungen und Anschlüsse (speziell am Pumpenkopf und den Stutzen) sorgfältig auf festen Sitz prüfen und nachziehen. Defekte oder spröde Dichtungen (z. B. O-Ringe) umgehend durch neue, medienbeständige Dichtungen ersetzen. |
| 11. Beim Befüllen zischt die Entlüftung/läuft über |
Ursache: Die Entlüftungsarmatur ist verstopft. Der verdrängte Luftdruck kann beim Befüllen nicht schnell genug entweichen, was zu einem gefährlichen Überdruck im Tank führt. |
Aktion: Befüllvorgang sofort stoppen. Die Entlüftungskappe/den Entlüftungsstutzen prüfen und von Verschmutzungen (Staub, Insektennester) befreien (ggf. mit Druckluft vorsichtig durchblasen oder reinigen). Immer sicherstellen, dass die Entlüftung frei ist. |
| 12. Die Elektropumpe wird im Betrieb sehr heiß |
Ursache: Überlastung durch Betrieb gegen zu hohen Widerstand (verstopfte Filter, zu lange/enge Saugleitungen, Betrieb über die zulässige Einschaltdauer hinaus). Die Motorwicklung erwärmt sich stark. |
Aktion: Pumpe sofort abschalten und vollständig abkühlen lassen. Die Filter prüfen und reinigen (siehe Fehler 7). Die maximal zulässige Einschaltdauer des Pumpenherstellers (z. B. 30 Minuten Dauerbetrieb) beachten und die Pumpe danach pausieren lassen. |
| 13. Altöl-Einfülltrichter läuft nur sehr langsam ab |
Ursache: Hohe Viskosität des Altöls (besonders bei tiefen Temperaturen) oder das Sieb/Gitter im Trichter ist verstopft durch grobe Schmutzpartikel oder Lappen. |
Aktion: Grobe Verunreinigungen vom Sieb des Trichters entfernen und reinigen. Wenn der Trichter abschließbar ist, den Absperrhahn vollständig öffnen. Bei sehr kaltem Öl: Geduld haben und langsamer nachgießen. |
| 14. Zapfpistolenschlauch ist hart und wird brüchig |
Ursache: Alterung und Versprödung des Materials (Gummi/Kunststoff) durch UV-Strahlung, Ozon oder chemische Reaktion mit dem Medium (speziell bei Diesel/Biodiesel). |
Aktion: Defekten Schlauch umgehend durch einen neuen, medienbeständigen und zugelassenen Schlauch ersetzen (z. B. Gummischlauch für Öl/Diesel). Den Schlauch bei Nichtgebrauch in der Halterung verstauen, um ihn vor Sonneneinstrahlung zu schützen. |
| 15. Zählwerk (Durchflussmesser) zeigt inkonsistente Werte |
Ursache: Luftblasen im geförderten Medium (durch Saugleck, siehe Fehler 6) lassen den Zähler unpräzise laufen (v. a. bei Turbinenradzählern). Oder es liegt eine Dejustierung/Kalibrierabweichung vor. |
Aktion: Saugleitung entlüften und auf Dichtheit prüfen. Bei elektronischen Zählwerken: Re-Kalibrierung durch eine Fachfirma durchführen lassen. Zählwerke benötigen einen gleichmäßigen, nicht pulsierenden Durchfluss für korrekte Messungen. |
| 16. Korrosion an der verzinkten Außenhülle (Auffangwanne) |
Ursache: Beschädigung der Zinkschicht durch mechanische Einwirkung (Kratzer) oder dauerhafte Feuchtigkeitseinwirkung (stehendes Wasser) am Aufstellort. |
Aktion: Die Roststellen gründlich reinigen (mit Drahtbürste) und bis zum Metall abschleifen. Eine rostschützende Grundierung auftragen und anschließend mit einem wetterfesten Schutzlack versiegeln. Den Aufstellort trocken halten. |
| 17. Kabelverbindungen an der Pumpe/Steuerung werden heiß |
Ursache: Schlechte elektrische Kontakte (Korrosion, lose Klemmen) oder Überlastung der Leitungen. Schlechte Kontakte erzeugen einen hohen Widerstand, der zu Hitzeentwicklung führen kann. |
Aktion: Stromzufuhr trennen. Alle Steckverbindungen und Klemmen prüfen. Korrodierte Kontakte reinigen und Klemmen festziehen. Bei starker Beschädigung oder anhaltender Hitzeentwicklung einen Elektrofachmann zur Prüfung der Pumpe und der Kabelquerschnitte hinzuziehen. |
| 18. Tankdeckel lässt sich nicht mehr fest verschließen |
Ursache: Verunreinigtes oder beschädigtes Gewinde (am Stutzen oder im Deckel), oft durch Schmutz, Sand oder Verharzungen. Die Dichtigkeit ist nicht mehr gewährleistet. |
Aktion: Gewinde gründlich mit einer Bürste reinigen. Ggf. mit einem geeigneten, medienresistenten Schmiermittel behandeln. Bei Gewindeschäden den Deckel ersetzen und das Gewinde des Tankstutzens vorsichtig prüfen. |
| 19. Tank steht nicht mehr waagerecht oder bewegt sich |
Ursache: Senkung des Fundaments durch ungleichmäßige Belastung oder Bodenbewegungen. Oder der Palettenfuß ist beschädigt durch unsachgemäßes Anfahren mit einem Gabelstapler. |
Aktion: Tank umgehend entleeren. Nur im leeren Zustand darf das Fundament oder die Ausrichtung korrigiert werden. Bei Beschädigung des Palettenfußes muss die Standsicherheit von einem Fachmann überprüft werden. Niemals einen gefüllten Tank gewaltsam bewegen. |
| 20. Pumpe saugt nach Entnahme den Schlauch flach |
Ursache: Die Saugleitung ist nicht für den Unterdruck ausgelegt (ungeeignetes Material) oder die Tankentlüftung ist komplett verstopft (siehe Fehler 11). Es entsteht ein starkes Vakuum im Tank, das den Schlauch kollabieren lässt. |
Aktion: Pumpe sofort abschalten. Entlüftungsarmatur prüfen und reinigen (siehe Fehler 11). Nur druck- und vakuumfeste sowie medienbeständige Saugleitungen verwenden (der Schlauch muss für den Saugeinsatz gekennzeichnet sein). |